<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	>

<channel>
	<title>Media Melange</title>
	<atom:link href="http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.media-melange.at/kultur</link>
	<description>KULTUR</description>
	<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 18:16:51 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.5.1</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Sich über den Tod wundern</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=16</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=16#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 20:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=16</guid>
		<description><![CDATA[Mein Freund der Maler. Lygia Bojunga-Nunes.
Ein Buch vorzustellen hat immer den Nachteil, dass der Leser auf die Person schließt, welche eben dieses und kein anderes Buch vorstellt. Um alle Spuren zu verwischen ist man geneigt Bücher vorzustellen, die bereits bekannt sind, über die viele Vorträge gehalten wurden, jene Bücher die in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein Freund der Maler. Lygia Bojunga-Nunes.</em></p>
<p>Ein Buch vorzustellen hat immer den Nachteil, dass der Leser auf die Person schließt, welche eben dieses und kein anderes Buch vorstellt. Um alle Spuren zu verwischen ist man geneigt Bücher vorzustellen, die bereits bekannt sind, über die viele Vorträge gehalten wurden, jene Bücher die in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden, die beim Smalltalk wieder erkannt werden, wenn man aus ihnen zitiert, als höheres Allgemeinwissen mit dem man brillieren kann. Aber gibt es ein Buch, das man nicht in seiner Seminararbeit zitieren darf, auf keiner Vernissage erwähnt werden kann, sofern man punkten möchte und wenn man sich erlaubt es in der Straßenbahn zu lesen zu hören bekommt, dass man zu alt für dieses Kinderbuch sei? Vielleicht ist der naive Gedanke erlaubt, dass  diese Verhaltensregeln abzubröckeln beginnen, wenn man sich doch traut dieses Buch zu kaufen, das man nun mal nur bei der Kinderliteratur findet, oder online um weniger als 2 Euro angeboten wird. Zumindest ist diejenige, welche dieses Buch hier zu empfehlen wagt, der Ansicht, dass es trotz aller möglichen Vorbehalte lesens- und empfehlenswert ist, ob es nun in der Kinderliteratur zu finden ist oder bei der Reiseliteratur, in der Comicecke oder bei der Architektur.<br />
<span id="more-16"></span><br />
„Mein Freund der Maler“, geschrieben von Lygia Bojunga- Nunes, ursprünglich auf brasilianischem Portugiesisch (1982) und auf deutsch übersetzt 1986 und 1993, einmal im Cecilie Dressler Verlag und ein weiteres Mal im  Ravensburger Taschenbuch Verlag.</p>
<p>Dieses Buch hat nur 63 Seiten und ist in Wochentage eingeteilt. Das Buch handelt von Claudio und seiner Freundschaft zu einem Maler, der über Claudios Familie wohnt. Dieser Maler hat sich das Leben genommen und Claudio bleibt zurück mit einem Backgammon Spiel, das beide zu spielen pflegten und einer Mappe mit Farben. Er erinnert sich an seinen Freund und an die Ereignisse, die er zu verstehen versucht. Hauptsächlich aber wundert sich Claudio über den Tod seines Freundes.</p>
<p>Das ist alles worum es in diesem Buch geht, ein Mann begeht Selbstmord und ein kleiner Junge versucht das zu verstehen.</p>
<p>Aber so wie dieses Buch geschrieben ist, wird es zu einem unglaublichen Buch, das man wieder und wieder lesen möchte um die Welt von Claudios Erklärungen nie verlassen zu müssen. Während Philosophen den Tod durch angeblich gründliches Denken und mit Rhetorik zu bezwingen versuchen, ihr eigenes Vokabular erfinden und elitär werden, ist dieses „Kinderbuch“ unglaublich klar, empathisch, tiefsinnig und von großer literarischer Stärke.</p>
<p>Zwei Themen interessieren den Lebenden: Liebe, Tod und das alles zugrunde liegende  „warum“. Wie sehr würde Wittgensteins erster Satz in seinem Vorwort zum Traktat auf dieses Buch zutreffen. „Dieses Buch wird vielleicht nur der verstehen, der die Gedanken, die darin ausgedrückt sind- oder doch ähnliche Gedanken- schon selbst einmal gedacht hat.“ Genauso verhält es sich mit diesem Buch. Wer sich nicht über alles insgeheim zu wundern pflegt und sich für gründlich erwachsen und abgebrüht hält, der wird dieses Buch nicht mögen, und vielleicht auch nicht verstehen.</p>
<p>Claudio erzählt, wie sein Freund ihm erklärt hat, wie das ist mit den Farben ist, wie Gestalten aus den Farben kommen, was oder besser gesagt wie die Liebe ist, wie die Politik ist, wie der Tod anderer schmerzt und welche Farbe das Schlagen der Uhr hat, und das alles in der Sprache eines Kindes, noch frei von Eitelkeiten und gut durchdachter List. Gegen Ende des Buches, gibt Claudio preis wie er den Tod seines Freundes in sein Leben integriert, doch das soll reserviert sein, für denjenigen, der das Buch lesen möchte, um nicht zu banalisieren, was Claudio einem großzügig empfiehlt.</p>
<p><em>Wer sich nicht zu schade für „Kinderliteratur“ ist, wird folgende Sätze finden: „FREITAG.<br />
Ich weiß nicht, ob das bei mir schon von Anfang an so war oder ob es erst allmählich durch meinen Freund, den Maler, gekommen ist, aber wenn ich etwas ansehe, achte ich erst einmal auf die Farbe. Ganz gleich, ob es ein Mensch, ein Haus, ein Buch ist- zuerst sehe ich mir an, welche Farbe die Augen, die Tür, der Umschlag haben, und dann erst kümmere ich mich darum, wie der Rest aussieht. (S.7) (…) Als ich am Abend ins Bett gegangen bin, habe ich gewartet und gewartet. Nichts. Nur überall dieses Weiß; ich hätte nie gedacht, dass Schweigen so weiß sein kann. Und da, ja, da habe ich wirklich begriffen, dass mein Freund tot war und dass Weiß mehr weh tat als Schwarz, von Gelb ganz zu schweigen! Das tat noch mehr als jede andere Farbe weh.(S.12)“</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=16</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>„Actrices“ oder der Traum aus der Nacht zuvor</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=15</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=15#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 12:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[film]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=15</guid>
		<description><![CDATA[Marcelline, so heißt eine Schauspielerin die Mitten in den Vorbereitungen für die Aufführung von Turgenjews „Ein Monat auf dem Lande“ ist. Sie soll die Rolle der Natalaja Petrowna spielen, die selbst eine Frau in reifen Jahren ist und sich in einen schönen jungen Mann verliebt. Parallelen zum wirklichen Leben der Marcelline werden aufgezeigt, denn die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marcelline, so heißt eine Schauspielerin die Mitten in den Vorbereitungen für die Aufführung von Turgenjews „Ein Monat auf dem Lande“ ist. Sie soll die Rolle der Natalaja Petrowna spielen, die selbst eine Frau in reifen Jahren ist und sich in einen schönen jungen Mann verliebt. Parallelen zum wirklichen Leben der Marcelline werden aufgezeigt, denn die italienisch- stämmige Marcelline, die in Frankreich als Schauspielerin tätig ist, ist 40, Single und wünscht sich „Erfüllung“ und die glaubt sie durch ein eigenes Kind finden zu können. Sie ist verzweifelt, sie sucht nach Liebe. So kommt ans Tageslicht, dass sie noch viele unbearbeitete Konflikte hat, die in Gesprächen mit ihrem toten Vater, ihrem toten Freund und ihrem ehemaligen Liebhaber ans Tageslicht kommen.<span id="more-15"></span></p>
<p>Sie hat viele Verehrer, so wie der Regisseur des Turgenjew Textes, oder der Ehemann ihrer Freundin aus Studienzeiten, die wiederum in den Regisseur verliebt ist. Das alte Spiel ums Erobern des anderen und fallen lassen, und sich anketten durch die eigenen Gefühle, Einsamkeit und Sehnsucht scheinen die Themen dieses Films zu sein.<br />
„Was haben wir aus unserem Leben gemacht? Hatten wir wirklich eine Wahl?“ diese Frage der Regisseurin soll das Grundthema des Filmes sein, das auf dem Festival in Cannes mit dem Prix Spécial du Jury in der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet worden ist.<br />
Dennoch hinterlässt der Film einen verwirrten Zuschauer. Das Milieu der Schauspieler und Regisseure wird dargestellt und die vielen Affären und Liebeleien die angeblich durchs herausarbeiten bestimmter Rollen einfach „so passieren“ werden in übertriebener Weise dargestellt. Laut der Süddeutschen Zeitung ist das keine Komödie über die Eitelkeiten der Schauspieler, was schade ist, das hätte dem Film mehr Charakter verliehen. Irgendwie wünscht man sich dass diese Übertriebenheit der Darstellung der Figuren eine Art ist, die überhebliche pseudo- intellektuelle Attitude vieler Künstler zu karikieren. Man kann leider auch nicht sagen, dass die Regisseurin Tedeschi sie dokumentiert. Sie zeigt eine verzweifelte Frau die sich unbedingt ein Kind wünscht, ungewöhnliche Aktionen startet, viele Verehrer hat aber kein Halt, genauso wie die anderen Figuren auch. Ob der Humor gelungen ist oder die Tragik beim Zuschauer ankommt sei dahin gestellt.</p>
<p>(Frankreich,2007, 110 Min.) mit Valeria Bruni Tedeschi, Louis Garrel, Valeria Golino, Noémie Lvovsky, Matthieu Amalric, Maurice Garrel…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=15</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Brüssel – auf jeden Fall eine Reise wert</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=12</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=12#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 17:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=12</guid>
		<description><![CDATA[Brüssel, die Hauptstadt Belgiens ist in ganz Europa vor allem als Sitz der EU bekannt. Hier werden die Entscheidungen getroffen, hier finden die großen Staatstreffen statt und hier befindet sich der Sitz der Europäischen Union.
Doch Brüssel ist mehr als nur das. Mit seinen gerade mal 145 000 Einwohnern im Stadtgebiet entpuppt sich Brüssel als eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Brüssel, die Hauptstadt Belgiens ist in ganz Europa vor allem als Sitz der EU bekannt. Hier werden die Entscheidungen getroffen, hier finden die großen Staatstreffen statt und hier befindet sich der Sitz der Europäischen Union.<span id="more-12"></span><br />
Doch Brüssel ist mehr als nur das. Mit seinen gerade mal 145 000 Einwohnern im Stadtgebiet entpuppt sich Brüssel als eine Stadt mit einem ganz speziellen Flair. Mittelpunkt ist der so genannte Grand Place auf dem sich auch das Rathaus befindet. Umgeben ist der Platz, welcher 1998 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, von alten Zinshäusern und gemütlichen Gaststätten, die zum Verweilen einladen.</p>
<p><a href="http://www.media-melange.at/kultur/wp-content/uploads/2008/08/bruessel_02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-14" title="bruessel_02" src="http://www.media-melange.at/kultur/wp-content/uploads/2008/08/bruessel_02-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Zudem gibt es auf dem Platz eine kleine Bierbrauerei, in der man nach der Brauerei-Besichtigung auch ein original Belgisches Bier verkosten kann.<br />
Doch Belgien ist nicht nur berühmt für seine riesige Auswahl an den verschiedensten Biersorten, sondern vor allem auch für seine berühmte belgische Schokolade. An nahezu jeder Hausecke findet man eine so genannte Chocolateria, in denen sich neben riesigen Schokoladebrunnen Pralinen in allen möglichen Geschmacksrichtungen türmen und man nicht umhin kommt, etwas Süßes mitzunehmen. Generell ist Brüssel ein Paradies für Naschkatzen, denn süße Waffeln gelten ebenfalls als Nationalgericht und sind an jeder Ecke zu kaufen.</p>
<p>Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen natürlich auch der Manneke Pis, eine 60cm kleine, aber weltberühmte Bronzestatue, welche zugleich Brüssels Wahrzeichen darstellt, sowie die Börse, die Kathedrale Saint-Michel und der Palais Royal. Einen Besuch wert ist zudem das Atomium etwas außerhalb des Stadtzentrums. Errichtet zur Weltausstellung 1958 wurde das 102 Meter hohe Gebäude, welches die 165-milliardenfache Vergrößerung eines Eisenmoleküls darstellt, mittlerweile weltberühmt. Unbedingt zu Empfehlen ist die Besichtigung von innen. Mit Rolltreppen fährt man durch das Molekül und erreicht mit einem der schnellsten Lifte Europas schließlich die oberste Kugel (jede Kugel hat einen Durchmesser von 18 m!), von welchem man einen herrlichen Rundblick über das ehemalige Weltausstellungs-Viertel hat.</p>
<p><a href="http://www.media-melange.at/kultur/wp-content/uploads/2008/08/bruessel_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-13" title="bruessel_01" src="http://www.media-melange.at/kultur/wp-content/uploads/2008/08/bruessel_01-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a></p>
<p>Natürlich sollte man auch dem Europa-Viertel mit seinen riesigen Verwaltungsgebäuden einen Besuch abstatten, allerdings wird man wird man nach einem Besuch dieser Stadt Brüssel mit anderen Augen sehen und schnell erkennen, dass sich Brüssel primär nicht als Hauptsitz der EU präsentiert, sondern als eine Stadt mit Flair, in der man durchwegs auf freundliche Menschen trifft und am liebsten gar nicht mehr weg möchte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=12</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Die Salzburger Festspiele – ein Fest für Jedermann?</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=11</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=11#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 13:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tina</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=11</guid>
		<description><![CDATA[Die Salzburger Festspiele sind zur Zeit in vollem Gange und prägen das Stadtbild Salzburgs. Nationale und Internationale Prominenz weilt in der Stadt und füllt die Nachrichten und Klatschspalten dieser Tage. 
Auf dem Festspielprogramm stehen heuer neben der Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi unter anderem auch „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod und natürlich „Don Giovanni“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Salzburger Festspiele sind zur Zeit in vollem Gange und prägen das Stadtbild Salzburgs. Nationale und Internationale Prominenz weilt in der Stadt und füllt die Nachrichten und Klatschspalten dieser Tage. <span id="more-11"></span></p>
<p>Auf dem Festspielprogramm stehen heuer neben der Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi unter anderem auch „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod und natürlich „Don Giovanni“ von W.A. Mozart. Denn in der selbsternannten Mozartstadt darf ein Werk des „Hauskomponisten“ auf keinen Fall fehlen. Die einzelnen Premieren werden von der Presse stets mit größter Aufmerksamkeit verfolgt, wobei die Namen der Premierengäste oftmals nicht minder wichtig sind wie die Aufführung selbst.</p>
<p>Während Salzburg in diesen Tagen in aller Munde ist, leidet der Großteil der Salzburger während der Festspielzeit vor allem unter den explodierenden Preisen. Obwohl Salzburg generell als eines der teuersten Bundesländer Österreichs gilt, steigen die Preise während der Festspiele unerreichte Höhen. Vor allem in der Gastronomie zeigen sich die Auswirkungen. Ein einfacher Caféhaus-Besuch wird gerade für Studenten und Schüler zu einem regelrechten Luxus.</p>
<p>Vor kurzem wurde u.a. in den Salzburger Nachrichten eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass rund ein Drittel der Salzburger/innen die Festspiele für „abgehoben“ und „elitär“ halten. Vor allem Salzburgs Jugendliche können sich mit den alljährlichen Festspielen nicht identifizieren (Salzburger Nachrichten vom 3.August 2008). Überraschend ist dieses Ergebnis keinesfalls. Hohe Preise und geringe Chancen überhaupt als „Normalbürger“ an gute Karten zu kommen tragen dazu bei, dass das Festspielpublikum größtenteils nicht aus Salzburg stammt. Die begehrten „Jedermann“- Karten sind meist schnell vergriffen bzw. nur in Kombination mit dem Kauf einer anderen Festspielkarte überhaupt zu bekommen. </p>
<p>Was tun als kulturinteressierte Salzburgerin? Gibt es tatsächlich keine Möglichkeit einmal den „Jedermann“ am Salzburger Domplatz zu sehen? – Es gibt tatsächlich eine Alternative. Denn eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn, gibt es um gerade einmal 5 Euro Stehplatzkarten zu kaufen. Als gebürtige Salzburgerin und Theaterwissenschaft-Studentin in Wien machte ich den Test und fand mich an einem Montag um 19 Uhr vor der Stehplatz-Kassa hinter dem Domplatz ein. Die Schlange war kürzer als erwartet und kurz nach der Kassaöffnung um 19:30 Uhr hatte ich auch schon eine Karte ergattert. Kurz darauf wurden auch die Hintertore geöffnet und zeitgleich mit dem „normalen“ Publikum wurden auch Stehplatzkartenbesitzer auf den Domplatz hineingelassen.</p>
<p>Die Stehplätze befinden sich ganz vorne, rechts und links von der Bühne und bieten alles in allem einen sehr guten Blick auf das Bühnengeschehen. Und plötzlich befand ich mich mitten im Geschehen einer der berühmten Jedermann- Aufführungen. Trotz der Dauer von drei Stunden war es doch ein tolles Erlebnis. Zudem gibt es noch einen Vorteil der Stehplätze: die Schauspieler müssen sowohl beim Auf- als auch beim Abgehen der Bühne direkt an den linken Stehplätzen vorbei und so kommt man Jedermann Peter Simonischek oder Buhlschaft Sophie von Kessel näher als so manch anderer Festspiel-Besucher.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=11</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Leben lernen</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=10</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=10#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 18:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=10</guid>
		<description><![CDATA[Das von Luc Ferry 2006 veröffentlichte Buch „Apprendre à vivre. Traité de philosophie à l’usage des jeunes générations“, ist 2007 endlich auf Deutsch mit dem Titel „Leben lernen. Eine philosophische Gebrauchsanweisung“ erschien. Ob der französische oder deutsche Untertitel besser passt, mag zweitrangig erscheinen, wenn man sich einmal dieses seltsame Buch gekauft hat. Luc Ferry der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das von Luc Ferry 2006 veröffentlichte Buch „Apprendre à vivre. Traité de philosophie à l’usage des jeunes générations“, ist 2007 endlich auf Deutsch mit dem Titel „Leben lernen. Eine philosophische Gebrauchsanweisung“ erschien. Ob der französische oder deutsche Untertitel besser passt, mag zweitrangig erscheinen, wenn man sich einmal dieses seltsame Buch gekauft hat. <span id="more-10"></span>Luc Ferry der Universitätsprofessor für Philosophie in Frankreich ist und von 2002 bis 2004 Erziehungsminister war, schrieb dieses Buch, laut seinem Vorwort in Du-Form, weil es die einzig angemessene Form war. Das gesamte Buch duzt einem und beschreibt auf einzigartig einfache Sprache, so wie die Sprache eines Kindes, die großen Theorien der Philosophie. In erster Linie soll dieses Buch an Schüler adressiert gewesen sein. Stil und Auswahl des Inhalts begründet der Autor so, dass die ersten Philosophieschulen der griechischen Antike auf denen die westliche Philosophie basiert die Frage der Vergänglichkeit zum Thema hatten und die des Lebens, wie man denn leben solle. Danach hat er sich in erste Linie gerichtet.</p>
<p>Von Anfang an fühlt man sich angesprochen, auch wenn man kein Schüler ist. Das Alter spielt keine Rolle, denn spätestens nach der ersten Lebenskrise möchte man wissen, welche Gedankengänge es über den Tod gibt, welche Theorien es zur Ordnung der Welt gibt, über den Humanismus, Moral, Dekonstruktion und was Denker wie Nietzsche, Kant, Husserl sagten oder einfach generell Gedanken zu Themen wie Trauer und Verlust. Das Buch erhebt angenehmerweise kein Anspruch auf Vollständigkeit. Es liest sich eher wie ein Gespräch das Ferry mit einem führt, so als ob man ihm gegenüber sitzen würde, nur mit dem Unterschied dass er sich selbst Fragen stellt, die man als Gesprächspartner stellen würde oder könnte. Wenn er eine Theorie erläutert hat, ist er sofort damit beschäftigt die Kritikpunkte anzuführen in ebenso sympathisch simpler Sprache, wie das Buch begonnen hat. Wenn er einen Sprung macht, fühlt sich der Leser trotzdem nicht auf der Strecke gelassen. Es folgen Auszüge aus Nietzsches Werken, von Epiktet, Hannah Arendt, Aristoteles und viele Andere, die in schrecklicher Unordnung in den Text gestreut zu sein scheinen. Der Eindruck täuscht, denn der rote Faden des Buches bricht nicht ab. Immer wieder muntert Ferry einem auf, selbstständig zu denken. Nicht weil es Mode ist sich auf zu lehnen sondern weil man als Mensch in der merkwürdigen Lage ist über sich nach zu denken und nicht nur seinen Trieben ausgesetzt ist. Oftmals wird der Leser dazu motiviert die Originaltexte zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen, und das alles gewürzt mit einigen Anekdoten. Auch wenn einem dieses ewige „du siehst also….“, „du denkst…..“ etc., manchmal künstlich vorkommen und das Buch etwas seltsam machen, bleibt es ein sehr sympathischer Versuch, Theorien der Philosophie so klar wie nur möglich zu schildern, ohne ins Jargon der Philosophen zu fallen oder elitär und anmaßend oder gar spöttisch zu sein. </p>
<p><em>„Husserl nahm ein Würfel- oder einen Quader, ganz gleich-, zum Beispiel eine Streichholzschachtel, und zeigte sie seinen Schülern, idem er auf Folgendes aufmerksam machte: Wie man es auch anpackt und sich den besagten Würfel hinhält, man sieht immer nur drei Seiten gleichzeitig, obwohl er sechs hat. Na und, wirst du mir sagen. Was bedeutet das, und was hat es uns auf philosophischer Ebene zu sagen?(…) Mit anderen Worten: Jede Anwesenheit setzt eine Abwesenheit voraus, jede Immanenz eine verborgene Transzendenz , jede Gegebenheit eines Gegenstandes etwas, das sich entzieht.“</em></p>
<p>Vielleicht wird das Buch dem Titel das Leben zu lernen nicht so ganz gerecht, doch das was es bietet entschädigt; nämlich ein Gespräch der extraordinären Art auf Augenhöhe.</p>
<p>Luc Ferry, Leben lernen. Eine philosophische Gebrauchsanweisung, Antje Kunstmann Verlag, 2007 München</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=10</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Verletzungen</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=9</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=9#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 13:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=9</guid>
		<description><![CDATA[Margaret Atwoods Buch Verletzungen, das im englischen den Titel „bodily harm“ trägt, handelt von einer Frau namens Reenie, die in Kanada für Lifystyle Magazine kurze freche Artikel schreibt und mit einem Mann liiert ist der soviel Freiraum braucht, dass sie keine Zugehörigkeit zu ihm mehr empfinden kann. In raffiniert verschachtelten Sequenzen taucht Atwood wie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Margaret Atwoods Buch Verletzungen, das im englischen den Titel „bodily harm“ trägt, handelt von einer Frau namens Reenie, die in Kanada für Lifystyle Magazine kurze freche Artikel schreibt und mit einem Mann liiert ist der soviel Freiraum braucht, dass sie keine Zugehörigkeit zu ihm mehr empfinden kann. In raffiniert verschachtelten Sequenzen taucht Atwood wie auch in ihren anderen Romanen zu unterschiedlichen Punkten des Lebens der jungen Reenie ein, die unerwartet an Brustkrebs erkrankt. <span id="more-9"></span>Sie unterzieht sich der Chemotherapie. Hier versteht es Atwood keine künstlichen Floskeln zur Wille zum Leben breitzutreten sondern das merkwürdig taube Gefühl wiederzugeben, das die Hauptfigur hat wenn sie zusehen muss wie ihr Körper bestrahlt wird. Diese merkwürdige Situation entrückt sie aus ihrem Alltag so sehr, dass sie sich von sich selbst entfremdet und nach geglückter Chemotherapie auf einer Karibikinsel ausruhen möchte. Atwood schafft es überzeugend dem Leser nahe zubringen, dass Reenie nicht klar ist ob sie wegfährt um sich von der Chemotherapie zu erholen oder um davor zu fliehen was sie einst „ihr Leben“ nannte.</p>
<p>Auf der Insel widerfahren ihr merkwürdige Dinge. Sie scheint mitten in einer Szenerie des Drogenhandels und der Korruption gelandet zu sein. Hier ist leider auch der Schwachpunkt des Romans. Zu lange ziehen sich Szenen, die eine zusätzliche politische Komponente eröffnen, den Leser jedoch vom Innenleben der Frau ablenken.</p>
<p>Atwoods Bücher, die gerne mal abfällig als Frauenbücher verschrien sind, zeigen große Stärke in der Wiedergabe widersprüchlicher und somit wahrer Gefühle von facettenreichen Figuren. So auch dieses Buch, auch wenn es nicht ganz so spannend ist, wie so manch andere Bücher von ihr.</p>
<p>Weshalb „Die Zeit“  „Verletzungen“ als ein Roman bezeichnete der „sich auf angenehme[r] Weise abhebt von den literarischen Vorstellungen weiblicher Sanftheit“ bleibt wahrlich schleierhaft, noch verwunderlicher ist warum man dieses Zitat auf den Umschlag der deutschen Taschenbuchausgabe drucken ließ, wenn doch dieser Roman wie der Titel schon sagt, von „Verletzungen“ handelt. Dieser Roman ist kaum anwendbar um die benachteiligte Rolle der Frau anzusprechen oder gängige Chichés zu widerlegen, sondern um Verletzungen  und die folgenden Narben und ihre Paradoxie empathisch wiederzugeben. Narben, die geschlechtsneutral sind, egal ob die Autorin eine Frau ist oder nicht, oder welche Clichés es auch immer geben mag. Es geht um die Frage, was tun, wenn einem im Leben etwas so sehr entrückt, dass alles gewesene als falsche Sicherheit und alles zukünftige nur halbherzig und zu ermüdend vorkommt.</p>
<p>Verletzungen: Margaret Atwood, 2007,List Taschenbuch, orig.: bodily harm</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=9</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Flüssige Ratenzahlung</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=8</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=8#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 13:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ruben</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=8</guid>
		<description><![CDATA[Der Gast im Ausland ist oft nicht mit den Regeln, Sitten, Geboten und Verboten des Landes vertraut. Zum Glück helfen an allen Ecken und Enden Schilder mit aussagekräftigen Piktogrammen weiter. Da sich nicht alles in einem kurzen Zeichen sagen lässt, muss oft auch ein kleiner Text aushelfen. Für den, der Landessprache nicht mächtigen, Touristen wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gast im Ausland ist oft nicht mit den Regeln, Sitten, Geboten und Verboten des Landes vertraut. Zum Glück helfen an allen Ecken und Enden Schilder mit aussagekräftigen Piktogrammen weiter. Da sich nicht alles in einem kurzen Zeichen sagen lässt, muss oft auch ein kleiner Text aushelfen. Für den, der Landessprache nicht mächtigen, Touristen wird dieser auch gleich in mehreren Sprachen angeboten. Doch wo Menschen am Werk sind passieren Fehler.<span id="more-8"></span></p>
<p>Eine Sammlung von besonders zweideutigen und kuriosen Übersetzungen ist von Langenscheidt Verlag in Buchform gefasst worden. Mit passenden Bewiesfotos und kurzen Erläuterungen wie und wo der Fehler passiert ist, bietet das gebundene Büchlein ‚Würste der Hölle Übelsetzungen’ ganz im Sinne es Verlages die richtigen Argumente Sprachen zu lernen und nicht auf automatische Übersetzungen zu vertrauen. Denn wie sonst sind Bitten wie ‚Das Pferd lebt nicht von Luft! Bitter Hafer Geld lassen’, Angebote von ‚Erfrischungen – Sanswiche - Eiscreme - Gedächtnisse’ oder Aufforderungen wie ‚Hunde ab hier online’ zu erklären. </p>
<p>‚Würste der Hölle Übelsetzungen’ ist zwar nicht besonders hilfreich im Alltag in In- und Ausland jedoch auf jeden Fall als kurzweilige Unterhaltung recht gut geeignet. Der ideale Zeitfüller für all jene, die ihren Urlaub lieber zu Hause verbringen, oder lästige Wartezeit in Flugzeug, Bahn oder Stau um die Ohren schlagen müssen.</p>
<p>Würste der Hölle Übelsetzungen - Neue Sprachpannen aus aller Welt, Langenscheidt, 2008</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=8</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Julia (engl. OmU)</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=7</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=7#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 15:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[film]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=7</guid>
		<description><![CDATA[Der neue Film in dem Tilda Swinton mitspielt, handelt von einer Frau die am Ende ist und als Notlösung ein Kind entführt. Ganz so ist es aber dann doch nicht, im französischen Film von  Erick Zonca geht es um Julia, eine Frau die ein Alkoholproblem hat und ihr Leben nicht mehr in den Griff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der neue Film in dem Tilda Swinton mitspielt, handelt von einer Frau die am Ende ist und als Notlösung ein Kind entführt. Ganz so ist es aber dann doch nicht, im französischen Film von  Erick Zonca geht es um Julia, eine Frau die ein Alkoholproblem hat und ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommt, bei den anonymen Alkoholikern lernt sie eine junge Mexikanerin kennen der das Sorgerecht für ihr Kind entzogen wurde, aufgrund von psychischen Problemen, sodass ihr Sohn jetzt bei seinem wohlhabenden Großvater lebt. Sie bittet Julia für sie das Kind zu kidnappen, doch die Immobilienmaklerin Julia hat anderes vor, sie kommt auf die Idee das Kind nicht wie geplant der Mutter zu übergeben sondern mehr Geld zu fordern zumal der Großvater sehr wohlhabend ist und so alle ihre Probleme mit einem Schlag aus der Welt zu schaffen. Denkt sie jedenfalls.<span id="more-7"></span></p>
<p>Dieser Film versucht die Rolle der Julia so zu zeigen, dass sie im Laufe des Road Movies  eine Wandlung durchmacht. Ist Julia am Anfang nur dabei tiefer und tiefer zu sinken und sich immer mehr gehen zu lassen, gibt es nachdem sie das Kind bei sich hat, Sequenzen in denen sie sogar Muttergefühle zu entwickeln scheint. Sie verspricht ihn zu seiner Mutter zu bringen, um ihn zu beruhigen oder verspricht ihn nicht zu fesseln, was sie dann aber doch tut. Immerhin kommt sie auf die Idee zu versprechen ihm nicht weh zu tun, auch wenn sie ihn im Motelzimmer unter einer Couch versteckt oder ihm Schlaftabletten verabreicht.</p>
<p>Schnelle Bilder und eine komplexe Hauptfigur sind das Gerüst des Films. Durch den Film hindurch wird hartnäckig versucht eine Wandlung der Figur der Julia dem Zuschauer nahe zu bringen, was aber nicht so ganz gelingen will. Auch der Schluss, mit dem man rechnen muss, wenn man den roten Faden der Wendung der Figur irgendwie zum Guten verfolgt hat, beeindruckt nicht so ganz. </p>
<p>Der Regisseur soll angeblich mit Tilda Swinton versucht haben „Gloria“ von John Cassavetes (1980) neu zu erzählen, wo es um eine Frau geht die einen Waisen, dessen Eltern von Mafiosis ermodert worden sind, vor der Mafia zu schützen.</p>
<p>Das Ergebnis ist ein Road Movie, mit großen, schnellen, aufgeregten Bildern, das versucht im Bösen gute Züge zu zeigen, was ja ein interessanter Ansatz wäre, stattdessen aber kommt  die spanisch sprechende Bevölkerung der USA wieder einmal nicht gerade neutral davon. Während die weiße Julia eine Wandlung durchmacht, ist von der mexikanischen Mutter nicht viel zu sehen.</p>
<p>Der Film  dauert wahrlich <em>gefühlte</em> 138 Minuten, derzeit zu sehen im Votiv Kino.</p>
<p>(engl. OmU) Regie: Erick Zonca. Mit: Tilda Swinton, Saul Rubineck, u. a. Frankreich 2007, 138 Min., Farbe</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=7</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mein Bruder ist ein Einzelkind&#8221; - &#8220;Mio Fratello è figlio unico&#8221;</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=6</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=6#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 18:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[film]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=6</guid>
		<description><![CDATA[Eine italienische Arbeiterfamilie mit zwei ungleichen Söhnen und einer Tochter die in einer  Kleinstadt südlich von Rom leben.

  
Erzählt wird der Film aus der Sicht des jüngsten Sohnes Accio, der sich ungeliebt und unverstanden fühlt, in einer Familie in der sein Bruder Manrico  alle Aufmerksamkeit bekommt. Accio rebelliert, wo er nur kann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine italienische Arbeiterfamilie mit zwei ungleichen Söhnen und einer Tochter die in einer  Kleinstadt südlich von Rom leben.</strong></p>
<p><img style="margin: 0px; border: 0px;" src="http://www.media-melange.at/kultur/abb/mein_bruder.jpg" alt="mein bruder film" width="500" height="333" /><br />
  <span id="more-6"></span><br />
Erzählt wird der Film aus der Sicht des jüngsten Sohnes Accio, der sich ungeliebt und unverstanden fühlt, in einer Familie in der sein Bruder Manrico  alle Aufmerksamkeit bekommt. Accio rebelliert, wo er nur kann, gegen seine Familie, die ihm nicht den kleinsten Wunsch zu erfüllen bereit ist, entscheidet sich dagegen Priester zu werden, weil er sich dafür für zu unrein hält. Er schließt sich den Faschisten an, weil der nostalgische Stoff und Fahnenverkäufer, der ihn besser als seine Familie behandelt, auch Faschist ist. Accio zieht mit anderen Faschisten der 60er und 70er Jahre Italiens wehmütig zu Mussolinis Grab, tritt dann wieder aus der Partei aus um sich der kommunistischen Bewegung anzuschließen, als die Faschisten das Auto seines Bruders in die Luft jagen wollen, der sich immer mehr zum Führer der Arbeiter erklärt.</p>
<p>Manrico, Accio’s Bruder, hält Reden auf den Dächern der Fabrik, wo er als Arbeiter dagegen wettert, dass die Fabrik und der Kapitalismus den Arbeiter zu einer Ware machen, während Accio sich in dessen Freundin Francesca verliebt und nichts von den Reden seines Bruder hält, da diese seiner Ansicht nach nur reine Rhetorik sind und nichts weiter.</p>
<p>Der Film ist ein intimer Einblick ins katholische Italien der 60er und 70er, einer Hauptfigur die egal wo sie nach Anschluss sucht, aus welchen Gründen auch immer, nur Enttäuschung erntet und mit Betrug und Heuchelei konfrontiert ist. </p>
<p>Immer wieder zu sehen: das Meer. Egal wer Accio reinlegt, wer ihn ausgrenzt, wer seine Liebe nicht erwidert, das Meer macht jedes Mal dieselben Geräusche, wenn er ihm gegenüber steht.</p>
<p>Eine italienische Familie bei der wenig intakt ist, die aber zusammenhält, und ein Italien das hin und her gerissen ist zwischen den Lügen dieser oder jener Partei, die mit den Sehnsüchten der Menschen spielt.</p>
<p>Keinesfalls jedoch handelt es sich um einen Film mit erhobenem Zeigefinger. Im Gegenteil: „Wir müssen das Volk lieben, auch wenn sie Arschlöcher sind.“</p>
<p>Derzeit zu sehen mit deutschen Untertiteln im Votiv Kino.</p>
<p><em>Drehbuch: Sandro Petraglia, Stefano Rulli, Danielle Luchetti nach dem Roman „Il Fasciocomunista“ von Antonio Penachi. 100 Minuten Italien/Frankreich 2007, Regie: Danielle Luchetti</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=6</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Filmisches Porträt von Beirut</title>
		<link>http://www.media-melange.at/kultur/?p=5</link>
		<comments>http://www.media-melange.at/kultur/?p=5#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 May 2008 20:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shoka</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[film]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.media-melange.at/kultur/?p=5</guid>
		<description><![CDATA[Der libanesisch-französische Film Caramel handelt von fünf Frauen deren Geschichte mehr oder weniger mit dem Schönheitssalon „si belle“ zusammenhängt. Die Regisseurin Nadine Labaki spielt auch die Hauptrolle der Layale. Die Ladenbesitzerin ist unglücklich in einen Mann, der selbst eine Frau und eine Tochter hat, verliebt. Der Film, der im Libanon große Erfolge feierte, zeigt Porträts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der libanesisch-französische Film Caramel handelt von fünf Frauen deren Geschichte mehr oder weniger mit dem Schönheitssalon „si belle“ zusammenhängt. Die Regisseurin Nadine Labaki spielt auch die Hauptrolle der Layale. Die Ladenbesitzerin ist unglücklich in einen Mann, der selbst eine Frau und eine Tochter hat, verliebt. Der Film, der im Libanon große Erfolge feierte, zeigt Porträts von Libanesinnen unterschiedlicher Konfession, die miteinander leben. Zum einen geht es um Nasrine (Yasmine Al Masri) die bald heiraten wird, um Rima (Joanna Moukarzel) die sich in eine Kundin mit schönen langen Haaren verliebt, der sie immerzu die Haare wäscht, um die Schneiderin Rose (Siham Haddad) gegenüber des Schönheitssalons, die sich über Änderungsarbeiten an einem Anzug in  Charles (Dimitri Stancofski) verliebt.<span id="more-5"></span></p>
<p>Der Film ist ein sehr schönes Porträt von Beirut. Eine Stadt mit viel mehr Facetten als man meinen möchte. Caramel bedient keine einseitigen Klischees und möchte nichts schöner reden als es ist. Dennoch versteht es die Regisseurin einen gewissen Zauber über jede Filmsequenz zu legen. Jedoch sind die Dialoge etwas zu vorhersehbar - so wie der gesamte Plot des Films sehr durchschaubar ist - Leider.</p>
<p>Wer gerne einen Film sehen möchte, dessen Bilder mehr sagen als die Story, und auch ab und zu seine Ohren abschalten kann, dem wird dieser Film gut gefallen. Zumal man die warme Luft der gezeigten Bilder geradezu riechen kann. Allein der Bilder wegen bleibt es sehenswert. Caramel ist derzeit im Künstlerhaus in Wien zu sehen.</p>
<p><em>Frankreich / Libanon 2007 - Originaltitel: Sukkar Banat - Regie: Nadine Labaki - Darsteller: Nadine Labaki, Yasmine Al Masri, Joanna Moukarzel, Gisèle Aouad, Adel Karam, Siham Haddad, Aziza Semaan - , 95 min.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.media-melange.at/kultur/?feed=rss2&amp;p=5</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>

