Sich über den Tod wundern
Geschrieben von Shoka am 30. November 2008 | Abgelegt unter Literatur
Mein Freund der Maler. Lygia Bojunga-Nunes.
Ein Buch vorzustellen hat immer den Nachteil, dass der Leser auf die Person schließt, welche eben dieses und kein anderes Buch vorstellt. Um alle Spuren zu verwischen ist man geneigt Bücher vorzustellen, die bereits bekannt sind, über die viele Vorträge gehalten wurden, jene Bücher die in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert werden, die beim Smalltalk wieder erkannt werden, wenn man aus ihnen zitiert, als höheres Allgemeinwissen mit dem man brillieren kann. Aber gibt es ein Buch, das man nicht in seiner Seminararbeit zitieren darf, auf keiner Vernissage erwähnt werden kann, sofern man punkten möchte und wenn man sich erlaubt es in der Straßenbahn zu lesen zu hören bekommt, dass man zu alt für dieses Kinderbuch sei? Vielleicht ist der naive Gedanke erlaubt, dass diese Verhaltensregeln abzubröckeln beginnen, wenn man sich doch traut dieses Buch zu kaufen, das man nun mal nur bei der Kinderliteratur findet, oder online um weniger als 2 Euro angeboten wird. Zumindest ist diejenige, welche dieses Buch hier zu empfehlen wagt, der Ansicht, dass es trotz aller möglichen Vorbehalte lesens- und empfehlenswert ist, ob es nun in der Kinderliteratur zu finden ist oder bei der Reiseliteratur, in der Comicecke oder bei der Architektur.
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