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wienXtra Medienzentrum

November 12th, 2007

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Media Melange: Was ist deine Aufgabe im Medienzentrum?

Anu Pöyskö: Die Initiative für CodeX ging von uns aus. Ich leite das WienXtra Medienzentrum.

 

MM: Inwiefern hat das Medienzentrum etwas mit Medien zutun?

Anu: Das Medienzentrum ist ein Teil der Wiener Jugenarbeit. Es ist unsere Aufgabe junge Menschen dabei zu unterstützen, wenn sie in ihrer Feizeit Medien machen wollen.

  
MM: Warum wurde das Medienzentrum gegründet?

Anu: Es wurde in den 70er Jahren gründet. Der Anlass war, dass es damals die ersten Videorekorder auf den Markt kamen, die einigermaßen leistbar waren. Da kam dann die Idee, dass man Videoproduktion nicht nur den Profis bei den Fernsehanstalten überlassen sollte. Damals war europaweit das erste große „Community Media movement”. Es sind viele kleine Videowerkstätten entstanden mit dem Ziel, dass jeder Mensch Zugang zu Produktionsmitteln haben kann und eigene Beiträge gestalten kann.

  
MM: In welchen Medienbereich gib es Angebote?

Anu: Das hat mit Video angefangen und das ist auch nach wie vor das Königsmedium, weil es jungen Menschen so viel anbietet. Wir arbeiten auch mit Radio, Trickfilm, ein bisschen mit Print, mit Web und Fotografie.

  
MM: Wie kann man mitmachen?

Anu: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten mitzumachen. Das größte ist der offene Bereich. Du kannst einfach kommen, wenn du eine Idee hast und wir unterstützen das dann mit Geräteverleih, Schnittplätzen. Dann gibt es in den Schulferien immer Workshops zu unterschiedlichen Medien in denen gemeinsam mit anderen etwas produzieren kann. Dann gibt es die offenen Redaktionen. Das ist für die, die kontinuierlich arbeiten wollen mit ihrem Medium. Es gibt derzeit zwei. Zum einen mit TV für OKTO und zum anderen mit Radio bei Orange.

 

MM: Aus welchen Bereichen kommen die Mitarbeiter, die jugendliche unterstützen?

Anu: Das Medienzentrum hat ein Team von neun Leuten. Bezeichnend ist, dass wir keine zwei Menschen im Haus haben mit dem gleichen Bildungshintergrund. Das heißt wir sind von unserer ursprünglichen Ausbildung Journalisten, kommen von der Kunst, von der Sozialarbeit, … uns alle verbindet aber das Interesse an der Medienarbeit. Zusätzlich gibt es eine relativ große Anzahl an freien Mitarbeitern, die einzelne Projekte bereuten.

  
MM: Welche großen Projekte stehen im Moment gerade an?

Anu: Morgen wird der erste Wiener Kinderfotopreis verliehen. Wir haben das ganze Jahr lange mit Jugendlichen Visuals gemacht und von diesem Projekt, das sich ViennaRemix nennt, gibt es am 7.12. eine große Abschlussparty.

 

MM: Für wen werden Sachen Angeboten?

Anu: Ein exakte ab wann gibt es nicht. Vereinzelt gibt es auch Aktionen für Kinder. Ein exaktes bis gibt es. Die Angebote des Medienzentrums sind offen für Leute bis 22.

 

MM: Warum wurde Codex initiiert?

Anu: Unsere Gesellschaft dreht sich immer mehr um Kommunikation. Dabei ist die Frage „Wie gehen wir dabei miteinander um?“ besonders wichtig. Die Entwicklung hin zu mehr partizipativen Medien finde ich sehr spannend. Da liegt die Verantwortung beim jedem einzelnen von uns. Einerseits erlebe ich die Jugendlichen, die ins Medienzentrum kommen so, dass sie ein großes Interesse haben sich mit ethischen Fragen auseinander zu setzen. Andererseits habe ich auch den Eindruck, dass es dafür wenig Gelegenheit gibt.

 

MM: Wo ist das Medienzentrum aktiv?

Anu: Wir sind ein Projekt der Stadt Wien und deshalb sind wir aktiv in dieser Stadt.

 

MM: Was ist besonders am Medienzentrum?

Anu: Ich bin sehr froh darüber, dass wir so arbeiten können wie wir arbeiten, und dass wir die Möglichkeit haben doch relativ breit gefächert Ideen und Initiativen von jungen Menschen zu unterstützen. Da ist ganz viel da. Sagen zu können: „Ihr könnt hierher kommen und wir unterstützen euch.“ Das erlebe ich als sehr sinnvoll und persönlich auch als einen großen Luxus.

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